Hauptschüler im PraktikumOIB Erzieherin

Noch ist kein Meister vom Himmel gefallen

17 „Schupperazubis“ der Hauptschule in Alpirsbach lernen Arbeitswelt kennen und erhalten viel Lob

Alpirsbach. Die Achtklässler der Sulzbergschule Alpirsbach absolvierten in der letzten Woche vor den Herbstferien ihr erstes großes Betriebspraktikum.


Sämtliche Schülerinnen und Schüler waren hoch motiviert und sehr gespannt auf das, was sie erwarten würde, schließlich war dies ihr erstes Wochenpraktikum. Endlich mal die Schulbank mit einem richtigen Arbeitsplatz tauschen zu können, war der Wunsch der meisten Schüler. Umso erstaunter war der eine oder andere darüber, als das Gelernte aus der Schule nun tatsächlich im Alltag gebraucht wurde.
Alle Schüler hatten sich eigenständig um einen Praktikumsplatz in ihrem Wunschberuf bemüht und alle bekamen einen Platz in Alpirsbach und Umgebung. Einige fuhren bis nach Freudenstadt oder Loßburg.
Die Interessen der Schülerinnen und Schüler waren weit gestreut: Standen bei den Jungen KFZ-Mechatroniker, Forstwirt und traditionell handwerkliche Berufe auf der Liste obenan, scheint bei den Mädchen Floristin, Einzelhandelskauffrau und Berufe aus dem pflegerischen Bereich besonders beliebt zu sein. Erfreulich war, dass einige Schüler die Chance des Praktikums nutzten, um über den geschlechtsspezifischen Tellerrand hinauszuschauen.
Dabei hatten sich die Jugendlich schon reichlich Gedanken über ihre Praktikumswahl gemacht. „Ich arbeite gern im Wald und kenn´ mich da schon recht gut aus“, begründet Markus seinen Wunsch Forstwirt zu werden. Und wer den Jugendlichen mit glänzenden Augen im Unterholz sieht, glaubt ihm das gerne. Hervorzuheben ist, dass alle Jugendlichen ein mehr oder weniger großes Lob für ihren Fleiß und guten Willen erhielten. Anfragen, nicht nur von den Schülern selbst, ob man nicht gleich für immer da bleiben kann, gab es einige. Und langweilig wurde es in der Woche auch keinem. Von der Altenpflegerin bis zum Zimmerer hatte jeder die Hände voll zu tun und gab sein Bestes.
Doch manch einer spürte auch, dass seine Vorstellungen vom Wunschberuf mit der Wirklichkeit nicht ganz übereinstimmten. Aber auch in diesem Fall war das Praktikum sinnvoll, weil es die Notwendigkeit einer Neuorientierung aufzeigte.

Dank engagierter Schüler und „praktikumsfreundlicher“ Betriebe war das erste Praktikum ein voller Erfolg. Jetzt heißt es dran bleiben, denn im Januar folgt schon die zweite Woche.